Achtsamkeit

Mit mehr Achtsamkeit durch deinen Alltag

Achtsamkeit ist einer dieser Modebegriffe, der immer wieder genutzt aber selten richtig verstanden wird. Was ist Achtsamkeit überhaupt und warum sollte ich achtsamer sein?

Grundlegend kommt das Konzept der Achtsamkeit aus dem Buddhismus und findet Anwendung in der Meditationspraxis. Es handelt sich um ein Konzept, das dem der Aufmerksamkeit und Konzentration nahe kommt und im weitesten Sinne mit Persönlichkeit, Wahrnehmung und Bewusstsein assoziiert wird. Im Westen wird die Achtsamkeit als Methode in der Psychotherapie genutzt.
Sie meint so viel wie „sich der Umgebung und des Selbst bewusst werden“. Im Buddhismus findet sie Bezug zum Körper, den persönlichen Empfindungen, dem Geist und den wahrnehmbaren Objekten. Es geht um Bewusstsein und die Wahrnehmung des eigenen Umfeldes, aber auch der eigenen Gefühle und der der Mitmenschen.

In welchen Situationen brauche ich Achtsamkeit?

Achtsam sein bedeutet, sich auf die Umgebung zu konzentrieren und sich ihr gewahr zu werden. Im ersten Moment wirkt das Konzept eher abstrakt, daher nehmen wir doch einige Beispiele, um Achtsamkeit besser greifbar zu machen:
Du sitzt im Auto, fährst den gleichen Weg zur Arbeit wie jeden Morgen. Möglicherweise hast du verschlafen, bist in Eile und noch nicht richtig bei dir, weil du deinen ersten Kaffee verschieben mussten. Wer kennt diese Situation nicht – so oder in einer abgewandelten Version? Und nun stell dir vor, der Wagen vor dir bremst abrupt oder hinter der nächsten Kurve war ein Unfall. Wie reagierst du?
Eine andere Situation: Stell dir vor, du bist aufgewühlt, hattest einen schlechten Tag oder eine schlechte Nacht. Am Nachmittag triffst du dich mit einem Freund oder einer Freundin und lässt dich über dein Leben aus. Später erzählt dir die Person, dass es ihr furchtbar geht und du fragst dich, warum du es nicht bemerkt hast.
Es sind nur zwei Beispiele für Situationen im Alltag, in denen Achtsamkeit und ein bewusstes Betrachten der Umgebung benötigt wird. Während in der einen Situation höchstens ein schlechtes Gewissen oder vielleicht ein Streit die Folge ist – das kommt ganz auf den Freund an – kann in der anderen Situation schon viel mehr auf dem Spiel stehen.

Welche Vorteile bringt es mir, achtsamer zu sein?

Sicherlich fällt jedem noch eine ganz persönliche Situation ein, wenn nicht mehrere, in denen er sich wünscht, aufmerksamer gewesen zu sein. Sei es beim Autofahren, beim Sport, beim Brotschneiden oder bei der Interaktion mit Familienmitgliedern oder Freunden. Und nicht nur das. Achtsamkeit hilft auch dabei, den eigenen Tunnelblick abzulegen und sich in Stresssituationen abzulenken. Oftmals sind wir einfach zu engstirnig, zu verbohrt und zu fixiert auf eine Sache, um das Leben wirklich genießen zu können. Wer aufgewühlt ist, dem fällt es oft schwer, das wirklich Wichtige im Leben zu sehen, neigt dazu, schwarz zu malen oder über zu dramatisieren. Achtsamkeit hingegen hilft dabei, gelassener zu sein und das Leben positiver anzugehen. Positives Denken und persönliches Wachstum sind nur zwei der Vorteile, die es bringen kann, die eigene Achtsamkeit zu trainieren. Richtig: Achtsamkeit ist trainierbar! Dadurch nimmst du die Hektik aus deinem Leben und kannst nicht nur im Beruf, sondern auch privat, vieles einfacher gestalten.

Wie kann ich meine Achtsamkeit erhöhen?

Der Sinn der Achtsamkeit ist es, die eigenen Gedanken und die Aufmerksamkeit schweifen zu lassen, ohne die Umgebung dabei zu bewerten. Es geht darum, sie unverfälscht wahrzunehmen und sich auf sie einzulassen. Dabei hilft sie bei der Affirmation („Bejahung“) des Lebens und des eigenen Seins. Was sich im ersten Atemzug sehr buddhistisch anhört ist eben genau das: Eine Methode, mit sich selbst in Einklang zu kommen.
Um die eigene Achtsamkeit zu erhöhen, ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen. Nimm dir den Raum, dich mit dir selbst und deiner Umgebung auseinanderzusetzen. Besonders wichtig ist es, dass du Ruhe hast. Die beste Möglichkeit, die eigene Achtsamkeit zu trainieren, ist die Meditation. Und wer dabei gleichzeitig seinen Körper trainieren möchte, für den kann beispielsweise Yoga eine gute Alternative sein. Daneben finden sich zahlreiche Tipps und Tricks für Übungen, die ebenfalls dafür geeignet sind, in sich zu gehen und sich zu entspannen. Was im Buddhismus und der Psychotherapie genutzt wird, kann schließlich kaum falsch sein, oder wie siehst du das?

Ich freue mich wenn wir gemeinsam achtsamer unseren Weg gehen.

Love & Light,

Mirjam

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