Die Bedeutung von Chakren 

Chakren sind, innerhalb der alt-indischen Lehre vom Yoga, Energiepunkte – man könnte sie auch Zentren subtiler Lebensenergie nennen. Interessanterweise gibt es ähnliche Konzepte aus anderen traditionellen Lehren – auch in der chinesischen Medizin gibt es das Konzept der Lebensenergie, woraus sich zum Beispiel die Akupunktur entwickelt hat. Dass heisst auch dort weiß man darum, dass es Punkte im Körper gibt, an denen sich die Lebensenergie konzentriert.

Was bedeutet dieses Wissen für uns moderne Menschen? Ganz einfach – wenn wir dauernd im Stress sind, in Hektik, Anspannung etc. wegen zu viel Arbeit, Problemen und Sorgen, die uns plagen – dann kann die Lehre von Chakren helfen. Denn das Verständnis darum, welche Chakren blockiert sind (durch Krankheit, Stress etc.) ist der erste Schritt zur Heilung. Zum Entstressen. Und das nicht etwa intellektuell, sondern ganz praktisch – denn man kann mit den Chakren arbeiten. Doch bevor wir darauf eingehen, noch etwas zu den Chakren selbst:

Deine unteren Chakren

Die Chakren kann man sich wie Energieräder vorstellen, die im feinstofflichen Körper rotieren und ihr Gegenstück in Nervenbahnen des physischen Körpers haben. Es gibt insgesamt sieben. Jedes Chakra hat dabei eine bestimmte Charakteristik und steht für ein Prinzip. Dabei folgen die Chakren dem Lauf der Wirbelsäule und beginnen am Steißbein. Dort ist das erste Chakra, welches auch Wurzelchakra oder auf Sanskrit (die alt-indische Sprache des Yoga) Muladhara genannt wird. Es steht für die Selbsterhaltung, für Ruhe, Ausdauer und Lebenskraft.

Direkt darüber ist das Swadhistana – etwa in der Höhe des Kreuzbeins. Dieses reguliert die Arterhaltung – es steht für Sex, Familie, Hingabe, Loslassen können. Abgeschlossen werden die unteren Chakren vom Manipura Chakra im Bereich des Bauchnabels. Dieses repräsentiert den Willen und die Macht – die Leidenschaft, das Feuer, doch auch die Kreativität – all diese Lebensenergie des Wollens!

D.h. die unteren Chakren haben mit unserem Überleben zu tun – unserem Ego, könnte man sagen. Sind die Chakren nicht frei, so ist die entsprechende Energie, die sie vertreten, gehemmt und kann nicht frei fließen – doch dazu später mehr.

Deine oberen Chakren

Stehen die unteren Chakren für unser Überleben in der Welt, so sind die oberen Chakren für unsere geistige und spirituelle Entwicklung maßgeblich. Das Herzchakra oder Anahata, welches seinen Sitz im Brustkorb hat, vertritt die reine Liebe – die Hingabe an etwas Höheres als uns selbst, an das selbstlose Dienen. Hier ist wahre Offenheit, Weite, Toleranz.

Im Kehlkopf befindet sich das Vishudda Chakra – Ausdruck unseres Kommunikationsvermögens, steht es auch für die unendliche Ausdehnung unseres Selbst. Auch als drittes Auge berühmt, ist in der Stirn das Ajna Chakra zu finden. Es steht für die geistigen Kräfte, unseren Intellekt – das reine Wissen auf dem Weg der Selbstverwirklichung. Ganz oben, auf dem Scheitelpunkt des Kopfes, ist das Kronen- oder Sahasrara Chakra – das reine Bewusstsein, die göttliche Gnade – und damit der Abschluss der menschlichen Entwicklung.

  • Chakra: Wurzelchakra (Muladhara) rot
  • Chakra: Sakralchakra (Swadhisthana) orange
  • Chakra: Solarplexuschakra (Manipura) gelb
  • Chakra: Herzchakra (Anahata) grün
  • Chakra: Halschakra (Vishuddha) blau
  • Chakra: Stirnchakra / Drittes Auge (Anna) violet
  • Chakra: Kronenchakra / Scheitelchakra (Sahasrara) weiss

Wie du mit deinen Chakren arbeiten kannst

Man sollte keinesfalls den Fehler machen, und, wenn man sich mit den Chakren beschäftigt, nun nur mit dem Kronenchakra zu arbeiten – frei nach dem Motto: Ich bin das reine Bewusstsein – und alles andere ist mir egal! Jedes Chakra hat seinen einzigartigen Wert – sonst hätten wir sie ja nicht. Das bedeutet jedes Chakra soll frei schwingen können, frei rotieren können – erst dann ist unser Körper im Einklang mit unserem Geist und unserer Seele.

Die Methoden für das Freimachen der Chakren sind vielfältig: Man kann meditieren (sich auf das einzelne Chakra konzentrieren), es gibt spezielle Yogaübungen – du kannst auch zu einem Heiler gehen, der sich mit Chakren auskennt und diese reinigen kann. Vor allem aber und das ist das wichtigste, sollte man sein eigenes Leben leben! Denn wenn du die Dinge tust, die dein Herz zum Schlagen bringen und deine Seele zum Jubeln bringen, dann sind auch deine Chakren frei.

Ich selber nutze schon länger eine spezielle Chakra-Meditation um meine Chakren zu stimulieren und zu reinigen. Falls euch das Thema weiter interessiert, kann ich euch die liebe Belinda Davidson ans Herz legen. Ihre geführte Chakra-Cleanse-Meditation ist einfach nur schön und erfüllend.

Love&Light,

Mirjam

Add A Comment